Sportstättenentwicklung

Sportstättenentwicklung – Sportplätze – der Gemeinde Ense,

Stellungnahme der CDU-Fraktion

 

Bestandsaufnahme:

Die Gemeinde Ense verfügt über ein umfassendes Angebot an Fußballplätzen. Es handelt sich hierbei um zwei Kunstrasen- und sieben Naturrasenplätze, insgesamt also neun Großspielfelder undzusätzlich drei Trainingsplätze (Asche – mit eingeschränkter Nutzbarkeit). Sie werden überwiegend von der Gemeinde Ense betrieben. 

Der Bedarf an Spielfeldern lt. Sportstättenstatistik NRW sieht ein Spielfeld für

3424 Einwohner vor. Für Ense mit knapp 13.000 Einwohnern hieße dies: vier Spielfelder würden rein rechnerisch ausreichen.

Misst man den Bedarf an der Anzahl der aktiven Sportler je Anlage, so geht die gleiche Statistik von 232 Sportlern pro Anlage aus. In Ense spielen – hochgerechnet an Hand der gemeldeten Mannschaften – aktuell rund 900 Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aktiv Fußball. Auch nach dieser Berechnung ergäbe sich ein Bedarf von vier Plätzen.

 

Ein praktischer Vergleich: Die Stadt Warstein mit aktuell rd. 25.000 EW und einer ähnlich dezentralen Siedlungsstruktur verfügt über drei Tennen-, drei Kunstrasen- und zwei Naturrasenplätze sowie einen Trainingsplatz (Naturrasen).

Es bleibt festzuhalten, dass es in der Gemeinde Ense einen rechnerischen Überhang an Großspielfeldern gibt. Für die Zukunft muss darüber hinaus die demographische Entwicklung in die weiteren Überlegungen einbezogen werden. Die CDU-Fraktion zieht hierbei den Demographie-Bericht der Gemeindeverwaltung zurate. Er weist für die kommenden zehn Jahre eine stabile Geburtenrate von 90 bis 100 Kindern pro Jahr aus. Die CDU-Fraktion geht davon aus, dass sich daraus gemeindeweit zwei Fußballmannschaften pro Jahrgang dauerhaft für den Spielbetrieb melden lassen.

So sprechen die Zahlen. Aber die Zahlen sagen nicht alles.

Die CDU-Fraktion erkennt an, dass das Vorhandensein eines Fußballplatzes gerade auch in kleineren Ortsteilen unzweifelhaft von erheblicher identitätsstiftender Bedeutung ist. Die Aufgabe eines Großspielfeldes wegen ausschließlich bedarfsorientierter Betrachtung würde die Lebens- und Wohnqualitäten massiv schädigen.

 

 

Bei der Bewertung des Sportstättenangebotes legt die CDU-Fraktion daher eine angebotsorientierte Sichtweise zu Grunde. Sportangebote sind ein weicher Standortfaktor. Wenn die Gemeinde Ense als Wohn- und Wirtschaftsstandort langfristig eine Perspektive haben soll, müssen auch diese Aspekte ausreichend Berücksichtigung finden. Rechnerische Überkapazitäten bei Spielfeldern wollen und werden wir in einer Flächengemeinde wie Ense bewusst in Kauf nehmen.

Diese Sichtweise findet jedoch ihre Grenze, wenn – trotz des Sportangebotes – z.B. aus demographischen Gründen kein nennenswerter Fußballsport auf einer Anlage mehr stattfindet.

Ein Großspielfeld hat solange eine Berechtigung, wie dort

1.      Kinder- und Jugendfußball angeboten wird und

2.      Erwachsenenmannschaften am Meisterschaftsspiel teilnehmen oder

3.      eine regelmäßige Nutzung durch den Schulsport gegeben ist.

Wenn dies nicht mehr der Fall ist, muss man vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Gemeinde Ense die betroffene Anlage zur Disposition stellen.

Die CDU-Fraktion stellt darüber hinaus fest, dass sowohl der Bau eines Fußballplatzes wie auch dessen Erhalt mit einem – im Vergleich zu Investitionen für andere Sportarten wie auch der Förderung kultureller und caritativer Vereine und Verbände – besonders hohen Finanzaufwand verbunden ist. Politik und Verwaltung sind gefordert, hier unangemessene Ungleichgewichte zu vermeiden.


Bewertung:

Die Auslastung der Plätze liegt derzeit bei durchschnittlich < 50 %. Die Auslastung der verschiedenen Plätze variiert stark - eine Entlastung der Naturrasenplätze durch eine gleichmäßigere Benutzung der unterschiedlichen Spielfelder scheint möglich.

In Absprache der Vereine untereinander – sinnvollerweise unter Führung des Gemeindesportverbandes – ist dies eine Aufgabe, der sich die Betroffenen zeitnah stellen sollten.

 

Konzeption für die nächsten Jahre:

Der Gemeinde liegen zwei Anträge für den Bau eines Hybridrasenplatzes vor.

In Oberense drängt der Verein auf den Neubau, da das einzige vorhandene Großspielfeld in einem sehr schlechten Zustand ist.

Gesamtkosten lt. unverbindlichem Angebot: 312.200,- €

Eigenleistung der SGO  48.200,- € - Finanzierung SGO 25.000,- €

Zuschuss der Gemeinde Ense   239.000,- €

 

In Höingen soll der Trainingsplatz in einen Hybridrasenplatz umgewandelt werden.

Gesamtkosten lt. unverbindlichem Angebot: 348.000,- €  

Eigenleistung 21.000,- € - Finanzierung HSV 135.900,- €  

Zuschuss der Gemeinde Ense   191.100,- €

 

Darüber hinaus steht in den nächsten Jahren die Sanierung des Kunstrasenplatzes in Bremen und die Verkehrssicherheit der Flutlichtanlage zur Beratung an.

 

(Weitere Investitionen am Sportheim in Bremen sind geplant.

Eine Kostenauflistung durch die Gemeindeverwaltung ist an dieser Stelle noch einzufügen, die CDU-Fraktion befindet über diese Investitionen im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen.)

Positionierung der CDU-Fraktion:

Die Plätze in Bremen sind gut ausgelastet, der Kunstrasenplatz steht – zumindest in den Wintermonaten auch den anderen Vereinen zur Verfügung. Die CDU-Fraktion befürwortet die Sanierung des Kunstrasenplatzes in den nächsten Jahren – der Bestand muss gepflegt und erhalten werden.

Nicht verkehrssichere Masten der Flutlichtanlage – aber eben nicht alle - müssen zeitnah ersetzt werden, die Beleuchtung selbst nicht – wir sind der Meinung, die vorhandene Beleuchtung für den Naturrasenplatz reicht aus.

Die offensichtlich dringende Sanierung des Naturrasenplatzes in Oberense im kommenden Jahr wird von der CDU-Fraktion unterstützt. Der Neubau eines Hybridrasenplatzes wird kritisch gesehen. Die Verwaltung wird gebeten, die Kosten für die Sanierung des Naturrasenplatzes zu ermitteln und das Ergebnis zeitnah vor dem SSA im November den politischen Gremien vorzulegen.

Der Neubau eines Hybridrasenplatzes in Höingen wird kritisch gesehen. Nach dem Einbau der Maulwurfsperre im vergangenen Jahr ist der Großspielplatz uneingeschränkt bespielbar. Der Verein bildet im Jugendbereich mit Günne bzw. Körbecke Spielgemeinschaften. Dort stehen für den Winterbetrieb Kunstrasenplätze zur Verfügung. Daher sieht die CDU-Fraktion keinen kurzfristigen Handlungsbedarf.

 

 

 


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