„In den vergangenen Monaten ist es mehrmals zu Beschwerden von Eltern gekommen, die auf exzessiven Alkoholkonsum unter Jugendlichen hingewiesen haben (beispielsweise in einem Jugendheim in der Gemeinde Ense).“
So war es zu lesen in einer Vorlage zum Sport- und Sozialausschuss am 29. März.
Die Thematik ist ernst und verdient unsere Beachtung – ohne jeden Zweifel.
Alkoholmissbrauch ist ein Problem, das bei organisierten wie bei nicht organisierten Jugendlichen in unterschiedlicher Ausprägung zu finden ist. Die christlichen Demokraten in Ense raten jedoch, den zahlreichen, mit viel ehrenamtlichem Engagement organisierten bzw. sich selbst organisierenden Jugendlichen Vertrauen im vernünftigen Umgang mit Alkohol zu schenken. Wie aber ist mit abweichenden Erfahrungen umzugehen?
 

Die Vertreter der CDU im Sozial- und Sportausschuss, setzen bei der Suche nach Lösungsansätzen auf die Eigenverantwortlichkeit all derer, die im Kontakt mit jungen Menschen stehen: Das sind vor allem die Eltern aber auch Großeltern, Paten, Gruppenleiter, Trainer, Vereinsvorstände, Lehrer und Sozialarbeiter. Sie alle können und müssen - vielleicht verstärkt - ein Auge darauf haben, dass der auch unter Jugendlichen ab einem gewissen Alter normale Konsum alkoholischer Getränke nicht ausartet, nicht in Richtung Missbrauch abgleitet. Im Kern der Erörterung muss die Zielvorgabe stehen, dass die Heranwachsenden lernen, für sich selbst und ihre eigene Gesundheit Verantwortung zu übernehmen: „Nein danke!“ zu sagen, obliegt ihrer eigenen Entscheidung, lebenslänglich. Und dazu wollen wir sie ermuntern und ermutigen. Die Bearbeitung dieser Problematik gehört deshalb in die Herzen und die Köpfe der Betroffenen gepflanzt, nicht auf irgendein Papier geschrieben. (Nebenbei sei darauf hingewiesen, dass das Kreisjugendamt den Vereinen und Verbänden bereits vor Jahren den Abschluss einer freiwilligen Vereinbarung unter dem Titel „Tanzen statt Torkeln“ angeboten hat.)
 
Vor diesem Hintergrund halten wir es für absurd, durch die Gemeinde gewährte „Zuschüsse (an die Vereine und kirchlichen Verbände) an Verhaltensregeln im Umgang mit Alkohol zu verknüpfen“ oder von den Vereinen „als Voraussetzung für den Erhalt von Zuschüssen eine Zertifizierung“ zu verlangen (Zitate aus der o.g. Vorlage).
 
 Wir halten es mehr mit dem Sprichwort: „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.“  Darum schließen sich die Christdemokraten dem Vorschlag von Brigitte Kösling, Mitarbeiterin im Sozialamt der Gemeinde Ense, an, alle o.g. Verantwortlichen in Gesprächen für dieses Thema zu sensibilisieren und wir begrüßen alle konkreten Vorschläge der Verwaltung bezüglich der Umsetzung unter Beachtung der aufgezeigten Zielsetzung.

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