CDU fordert von ABU größere Beweglichkeit

Die Enser Landwirte beklagen eine schlechte Zusammenarbeit mit der ABU und fordern mehr Beweglichkeit seitens der Arbeitsgemeinschaft. Der Vogelschutz alleine darf nicht länger Vorrang vor anderen Klimaschutzmaßnahmen haben.
Beim Repowering der Windkraftanlagen ließen sich deutlich bessere Kompromisse und Fortschritte erzielen, wenn die ABU höheren Willen zu gutem Einvernehmen erkennen ließe, so die Einschätzung der Landwirte in Ense.
Die CDU kann deren Kritik gut nachvollziehen:
„Wenn die Mühlen für die Wiesenweihe ein existenzielles Problem darstellen, so müsste auch die ABU glücklich darüber sein, dass im Westen von Ense 10 Mühlen abgebaut und dafür 4 höhere aufgebaut würden“, so Silvia Klein, die Vorsitzende des Gemeindeverbandes.

Tatsächlich befürwortet die ABU nur den Ersatz von 7 Mühlen durch 3 neue Anlagen, so dass insgesamt 6 stehen bleiben. Die 4. Neue Anlage stünde am Rande des Vogelschutzgebietes und ist damit absolut indiskutabel für die ABU.
Klein: „Wir bezweifeln, ob die Vögel ihr Wohlbefinden an den Grenzen eines Schutzgebietes für sie ausrichten – möglich wäre auch die Aushandlung eines Kompromisses: Die Vögel und damit auch die ABU profitieren vom Abbau aller 10 Altmühlen zugunsten von 4 Neumühlen und die Landwirte verpflichten sich, der Wiesenweihe an anderer Stelle optimale Lebensbedingungen zu schaffen.“
Leben sei eine stätige Folge von Kompromissen, meint die Chefin der CDU und zweifelt nicht daran, dass sich auch schützenswerte Vogelarten mit einem solchen Kompromiss arrangieren könnten.
Die Landwirte in Ense treiben seit mehr als zwei Jahrzenten den Ausbau der alternativen und sauberen Energien – neben dem Ausbau der Windenergie werden auch Biogasanlagen betrieben, sogar mit Fernwärmesystem für verschiedenen Industriebetriebe in Höingen - maßgeblich voran.
„Sie fühlen sich zurecht der Natur und ihrem Schutz nachhaltig verbunden“, so die Rückendeckung für die Landwirte von der Vorsitzenden der Christdemokraten, „und darum fordern wir alle Beteiligten auf, die Interessen der Landwirte und die der Umweltschützer nicht gegensätzlich zu betrachten. Sie sollten die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellen und partnerschaftlich vertreten.“


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