„Der Verzicht der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel auf erneute Kandidatur als Parteivorsitzende im Dezember ist als Reaktion auf die Wahlergebnisse in Bayern und Hessen konsequent.“

Copyright	CDU/Laurence Chaperon
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 Mit diesen Worten reagiert Enses CDU-Chefin auf die Entscheidung Angela Merkels, sich nicht wieder für den Vorsitz der Partei bewerben zu wollen.

„Die Wähler“, so Silvia Klein gegenüber dem Anzeiger weiter, „haben deutlich gemacht, dass es so nicht weiter gehen kann.“

Angela Merkels Entscheidung zeuge „von ihrer großen Stärke. Sie ist und bleibt eine herausragende Persönlichkeit.“ Und die mache auf diese Weise den Weg frei für eine notwendige Fortentwicklung ihrer Partei.

„Die CDU hat nun die Chance, sich als Volkspartei neu aufzustellen und all den verschiedenen Strömungen in der Partei eine Stimme zu verleihen.“

„Wir an der Basis warten ab, wer seinen Hut in den Ring wirft, welche Namen auf den Tisch kommen. Der Bundesvorstand und das Präsidium werden sich dann am Wochenende beraten, welche Wahlvorschläge sie dem Bundesparteitag vorlegen“, fügt Silvia Klein. Und: „Ich persönlich halte es für vernünftig, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Nicht zuletzt wegen ihrer großen Erfahrung und Wertschätzung auf internationalem Parkett. Dort wird sie auch weiterhin eine der Garanten für ein stabiles Europa und eine starke Stimme Deutschlands in der Welt sein.“

Wobei Silvia Klein nicht nur die Personalie Angela Merkel, sondern auch das Abschneiden der CDU bei den jüngsten Wahlen in Hessen und Bayern beleuchtet: So sei durch „die Verweigerung der FDP, nach der Bundestagswahl gemeinsam mit CDU/CSU und Grünen in einer Jamaika-Koalition Regierungsverantwortung zu übernehmen,“ die Regierungsbildung mit der SPD in einer Großen Koalition erst notwendig geworden. „Beide großen Parteien konnten bislang in dieser Konstellation ihr eigenes Profil nicht ausreichend darstellen. Dies ist der erste wesentliche Grund für die Stimmenverluste bei den letzten Wahlen. Der zweite Grund ist der aggressive Politikstil des Herrn Seehofer. Er hat die Arbeitsstimmung in der amtierenden Regierung eingefroren und in der öffentlichen Wahrnehmung dafür gesorgt, dass die sachliche Arbeit der Regierungsparteien hinten ansteht.“

 

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